Die Marktgemeinde Arnoldstein liegt westlich der Bezirkshauptstadt Villach im politischen Bezirk Villach-Land und zählt zum Kärntner Zentralraum. Sie grenzt an folgende Nachbargemeinden: Im Norden an die Marktgemeinde Bad Bleiberg, im Osten an die Stadtgemeinde Villach und die Marktgemeinde Finkenstein, im Westen an die Marktgemeinde Nötsch im Gailtal und die Gemeinde Hohenthurn und im Süden an Italien und Slowenien.
Im Süden wird die Marktgemeinde Arnoldstein von der Bergkette der Karnischen Alpen und der Karawanken, im Osten vom Villacher Becken und im Norden vom Dobratsch begrenzt.
Flächenausmaß
Das gesamte Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 6.728 ha.
Diese Fläche teilt sich in die sechs Katastralgemeinden Arnoldstein, Maglern, Seltschach, Pöckau, Riegersdorf und Hart auf.
Nach dem Kataster entfällt mehr als die Hälfte der Gemeindefläche auf Waldbereiche sowie ein Fünftel auf landwirtschaftliche Nutzflächen. Die verbleibende Fläche wird im Wesentlichen von Bauflächen, Straßen und Bahnanlagen eingenommen.
Gliederung
Das Gebiet der Marktgemeinde Arnoldstein umfasst 21 Ortschaften und zwar:
Agoritschach, Arnoldstein, Erlendorf, Gailitz, Greuth, Hart, Krainberg, Krainegg, Lind, Maglern, Neuhaus, Oberthörl, Pessendellach, Pöckau, Radendorf, Riegersdorf, St. Leonhard, Seltschach, Thörl-Maglern-Greuth, Tschau, Unterthörl.
Bevölkerungsstruktur
Die langfristige Bevölkerungsentwicklung der Marktgemeinde Arnoldstein zeigt ausgehend vom Jahr 1869, in dem die Gemeinde 3.385 Einwohner zählte, einen ständigen Aufwärtstrend.
Die drei letzten Volkszählungsergebnisse lauteten wie folgt:
1971 - 6.740 Einwohner
1981 - 6.603 Einwohner
1991 - 6.691 Einwohner
2001 - 6.830 Einwohner
Die Ergebnisse aus der letzten Volkszählungsdekade (1991-2001) lassen erkennen, dass bei den der Industriezone benachbarten Siedlungsbereichen Gailitz und Arnoldstein deutlich Bevölkerungsrückgänge auftreten. Zunahmen sind insbesondere in den Ortschaften östlich von Arnoldstein zu beobachten (Erlendorf, Riegersdorf, St. Leonhard sowie Seltschach).
Die durchschnittliche Haushaltsgröße sank in der Marktgemeinde Arnoldstein während der letzen Volkszählungsdekade von 2,9 auf 2,6 Personen. In der Marktgemeinde Arnoldstein gibt es laut Volkszählung 2001 2.834 Privathaushalte.
Im Jahr 2001 lebten in der Marktgemeinde Arnoldstein 6.830 Personen.
Verkehrsinfrastruktur
Die Marktgemeinde Arnoldstein wird von drei Hauptverkehrsbändern und zwar der A2-Südautobahn, der Kärntner Straße B 83 und der ÖBB-Bahnstrecke Villach-Tarvis in West-Ost Richtung durchzogen. Darüber hinaus findet die Gailtalbahn und der Gailtalzubringer in Arnoldstein ihren Ausgang. Die Gailtal- und die Wurzenpass-Bundesstraße sowie die Hohenthurner und die Schütter Landesstraße münden in die Kärntner Straße B 83 ein.
Technische Infrastruktur
Neben der übergeordneten verkehrsmäßigen Erschließung des Gemeindegebietes verfügt die Marktgemeinde Arnoldstein über ein feinmaschiges Netz von Gemeindestraßen und Ortschaftswegen (rund 360 km), welches die einzelnen Ortschaften untereinander aufschließt.
Der Bahnhof Arnoldstein sowie die Haltestellen in Neuhaus, Pöckau und in Thörl-Maglern sind die Verkehrsstellen der ÖBB. Von der Strecke der Gailtalbahn (Arnoldstein – Kötschach-Mauthen) zweigt eine Güter-Anschlussbahn in das Industriegeländer der Euro Nova ab. Eine direkte Verbindungsstraße vom Industriegelände bzw. vom nördlichen Siedlungsrand von Arnoldstein zur A2-Süd-Autobahn wird im Herbst 2005 benützbar fertiggestellt sein und verfügt ab diesem Zeitpunkt der Industriestandort einen direkten Anschluss an das europäische Straßennetz.
1990 ist der Großverschiebebahnhof Villach-Süd mit dem Einfahrbahnhof und Güterumschlagszentrum auf Arnoldsteiner Gemeindegebiet als einer der bedeutendsten Güterbahnhöfe Europas fertiggestellt worden.
Die Arnoldsteiner Kanalisations-Errichtungs- und BetriebsgesmbH – AKB (74 % Gemeinde Arnoldstein – 26 % Verbundplan) ist seit 1998 mit der Umsetzung des Kanalprojektes in der Marktgemeinde Arnoldstein befasst. Bisher sind nahezu 99 Prozent der Arbeiten abgeschlossen, sodass spätestens Ende 2005 das gesamte Gemeindegebiet über eine Kanalisationsanlage verfügt.
Im Jahr 1993 wurde das Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) im Bereich des gemeindlichen Wirtschaftshofes errichtet; 1996 wurde die Kompostieranlage in Neuhaus hergestellt, das die Grundvoraussetzung für eine ordnungsgemäße Entsorgung und Verarbeitung der biogenen Abfälle darstellt.
Das Gemeindegebiet wird von Versorgungseinrichtungen der Adria-Wien-Pipeline (Ölleitung AWP Triest – Wien) sowie von drei Leitungssträngen der Trans Austria Gasleitung (TAG) durchquert. Im Bereich von Agoritschach besteht eine Meßstation der TAG.
2004 ging nach einem umfangreichen Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren die Thermische Behandlungsanlage in Betrieb und entsorgt diese nunmehr den ganzen im Land Kärnten anfallenden Restmüll. Parallel dazu wurde – um die Abwärme aus der Thermischen Behandlungsanlage zu nutzen – ein Fernwärmenetz errichtet, mit welchem die Haushalte der Ortsteile Arnoldsein und Gailitz versorgt werden.
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